Das aktuelle „Waldsterben“ und die notwendige Wiederbewaldung sind eine riesige Herausforderung für Waldbesitzer und Jäger. Um den Wald mit seiner Artenvielfalt und seinen vielfältigen Aufgaben auch in Zukunft zu erhalten, ist es von besonderer Bedeutung, dass sich das natürliche Potential seiner Verjüngung voll entfalten kann. Leider wird diese natürliche Verjüngung aktuell mancherorts vom Schalenwild verhindert. Wenn die Wälder sich wirklich artenreich und mit höherem Laubholzanteil wiederbegründen sollen, muss zeitnah möglichst zielgerichtet gejagt werden. Aber wie? Es reicht nicht aus, mit denselben Methoden lediglich „das eine oder andere Reh mehr“ zu erlegen. Eine zielgerichtete, effektive Jagd unterstützt die natürliche Waldverjüngung und verbessert gleichzeitig den Lebensraum für das Wild. Das ist mit den bisherigen Denkansätzen zumeist nicht zu erreichen. Hinzu kommt, dass das konkrete Wissen darüber, wie man einen Rehwildbestand ins Gleichgewicht zum Lebensraum bringt, in der Jagdausbildung häufig nicht vertiefend gelehrt wird. Der Waldjägerlehrgang bietet die Möglichkeit, sich in diesem Bereich weiterzubilden. Mittlerweile ist eine Waldjäger-Kooperation entstanden aus dem Unternehmen Wildökologie-Heute, der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, dem WiWaldI-Projekt unter Führung der ANW und Pro Jagdkonzept.